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Zur Vereinheitlichung der Psychologie / Unification of Psychology

31.05.2013 22:52:32
Veröffentlicht in der sportwissenschaftlichen Fachzeitschrift Sportonomics ( Volume 4, 1998, No. 2, June, Seiten 97-104); hier neu zugänglich. Es folgen zunächst, wie in der Originalveröffentlichung, die Zusammenfassungen in englischer und deutscher Sprache:

Sport und die Vereinheitlichung der Psychologie
Neue Entwicklungen der Grand Unification Perspective of Psychology

Reinhard Munzert
(Universität Erlangen-Nürnberg)

Munzert, R.: Sports and the Unification of Psychology - New Developments of the Grand Unification Perspective of Psychology
The scientific study of sports offers an excellent field for demonstrating how useful a unification of psychology could be. Cognitive and action psychology, psychoanalysis, humanistic psychology and behaviorism have developed rather diverse images of man, methods and theories. Up to now, there is no comprehensive conception which combines the essential aspects of the important theories. In my opinion, the conditions for a unifying concept are favorable. Therefore, an integrative initiative was launched, proposing the mutual appreciation of each theory's contributions and considering them as complementary and compatible positions: The Grand Unification Perspective of Psychology. The main aim of this project is to create the foundations for unifying the most important approaches and their essential insights into the nature of man. This might lead to a renewal of psychology. Steps already taken towards unification are reported. Finally a unified image of man, as well as basic psychological mechanisms and general principles are presented.
Unification - image of man - basic mechanisms - general principles

Munzert, R.: Sport und die Vereinheitlichung der Psychologie - Neue Entwicklungen der Grand Unification Perspective of Psychology
Der Sport stellt einen guten Bereich dar, um Realisierbarkeit und Vorteile einer vereinheitlichten Psychologie aufzuzeigen. Kognitive und Handlungspsychologie, Psychoanalyse, Humanistische Psychologie und Behaviorismus haben relativ unterschiedliche Menschenbilder, Methoden und Theorien entwickelt. Bislang existiert kein übergreifender Ansatz, der die wesentlichen Elemente dieser Theorien verknüpft. Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, daß eine Vereinigung der nur scheinbar gegensätzlichen Hauptströmungen der Psychologie durchaus möglich ist. Deshalb habe ich eine Initiative ins Leben gerufen, die eine gleichzeitige Berücksichtigung und gegenseitige Ergänzung der wesentlichen Strömungen der Psychologie anstrebt: Grand Unification Perspective of Psychology (GUPers). Das wichtigste Ziel dieses Projekts besteht darin, die Grundlagen für eine Verbindung der Hauptströmungen der Psychologie und ihrer essentiellen Aussagen über den Menschen zu schaffen und dadurch zu einer Erneuerung der Psychologie beizutragen.
Über bisher erfolgte Schritte der Vereinheitlichung wird berichtet. Schließlich wird ein gemeinsames Menschenbild für alle Hauptströmungen vorgeschlagen sowie Basismechanismen und allgemeine Prinzipien psychischen Geschehens vorgestellt.
Vereinheitlichung - Menschenbild - Basismechanismen - psychologische Prinzipien

Immer mehr Wissenschaften streben - ähnlich wie die Physik - die Vereinheitlichung ihrer jeweiligen Ansätze und Konzeptionen an ("unified theories" ). In der Psychologie hingegen, stehen die wesentlichen Strömungen nach wie vor unverbunden nebeneinander.

Die Uneinheitlichkeit der (Sport-) Psychologie

Kognitive und Handlungspsychologie, Psychoanalyse, Humanistische Psychologie und Behaviorismus haben relativ unterschiedliche Menschenbilder, Methoden und Theorien entwickelt. Jede dieser Strömungen untersucht und betont andere Aspekte des Menschen, seiner Motive, Kognitionen, Gefühle, Verhaltens- und Handlungsweisen. Dies gilt in ähnlicher Weise auch für die Sportpsychologie. Bislang existiert kein übergreifender Ansatz, der die einzelnen Positionen integriert. Die Uneinheitlichkeit ihrer Wissenschaft betrachten viele Psychologen als unabänderlich. Dieser Pessimismus scheint mir unberechtigt. Im Bereich des Sports läßt sich zeigen, daß eine Verknüpfung der wesentlichen Strömungen möglich, erstrebenswert und fruchtbar ist.

Sport als Gegenstand psychologischer Betrachtungen

Die vielfältigen Phänomene des Sports bieten ein ausgezeichnetes Prüffeld für die Relevanz psychologischer Theorien. Menschliches Erleben und Handeln findet im Sport in intensiver, geradezu verdichteter Form statt. Freude, Lustgewinn und Euphorie liegen neben Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung. Gemeinschaftsgefühl, Harmonie und Schönheit stehen neben Kampf(geist), Ärger und Aggression. Zum Sport gehören gleichermaßen geplantes, strategisches und taktisches Handeln, Intuition und Kreativität, zudem impulsive, automatische oder routinisierte Verhaltensweisen. Schließlich wird Sport von Fairplay ebenso kennzeichnet wie von dem Bestreben, um jeden Preis - manchmal auch regelwidrig - zu gewinnen.

Der Sport stellt einen guten Bereich dar, um sowohl die zentralen Erkenntnisse und Stärken der einzelnen Richtungen aufzuzeigen, als auch ihre jeweiligen Einseitigkeiten und Defizite.

So hat die Kognitive und Handlungspsychologie eine große Beschreibungs- und Erklärungskraft bezüglich folgender Phänomene: Sportliche Aktivität als bewußtes, zielorientiertes Handeln; sportliche Tätigkeit als Informationsverarbeitung; bewußte (und rationale) Auswahl von Taktiken und Strategien; geplantes, systematisches Training und Wettkampfvorbereitung; langfristige sportliche Karriereplanung; Wechselwirkung von Person und Situation beim Sport.

Der Behaviorismus kann bezüglich folgender Aspekte herangezogen werden: Auslösung und Beeinflussung sportlichen Verhaltens durch Reize, z. B. Startschuß, Pfiff des Schiedsrichters oder Zuschauerverhalten; Aufrechterhaltung der Beschäftigung mit Sport durch positive Verhaltenskonsequenzen, z. B. Belohnung durch Geld, Reisen, sozialen Kontakt und Anerkennung; Einübung bestimmter Bewegungsabläufe (Shaping).

Die Humanistische Psychologie befaßt sich mit der Entdeckung, Entfaltung und aktiven Verwirklichung des eigenen Potentials, mit Kreativität und persönlichem Wachstum im/durch Sport; (bewußter) Befriedigung emotionaler und sozialer Bedürfnisse durch Sport; Gipfel- bzw. Flow-Erlebnissen.

Bestimmte Phänomene können (am besten) in psychoanalytischen Konzepten interpretiert werden: Ausagieren unbewußter Antriebe und Wünsche; Lustgewinn durch Sport; innere Konflikte und Sport; irrationales, aggressives oder masochistisches Verhalten; Abwehrmechanismen zur Verdrängung unangenehmer Aspekte sportlichen Tuns; Imitation und Identifikation mit Sportlern; Bedeutung früher und frühester (familiärer) Erfahrungen; Befolgung und Mißachtung selbst- und fremdgesetzter Normen; Ambivalenz gegenüber Sport oder Gegner.

Jede der psychologischen Hauptströmungen hat also ihre Plus- bzw. Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen. Kein Ansatz ist allein in der Lage, alle psychischen oder psychologischen Phänomene des Sports hinreichend zu erfassen und zu erklären. Was die eine Richtung gut beschreiben und vielleicht sogar erklären kann, vermag die andere mit ihren Konzepten und Erkenntnissen nur sehr umständlich oder überhaupt nicht zu erhellen.

Ein Ansatz zur Vereinheitlichung der Psychologie: Grand Unification Perspective of Psychology

Meines Erachtens sind in Psychologie und Sportpsychologie mittlerweile die Voraussetzungen geschaffen, entschlossen an einer übergreifenden, integrativen Konzeption zu arbeiten. Im Verlauf der Entwicklung der Psychologie wurden beachtliche Fortschritte gemacht und wichtige Erkenntnisse über den Menschen gewonnen. Es besteht kein Zweifel, daß jede der Hauptströmungen bereits relativ gut ausgearbeitete Einzeltheorien erstellt und bedeutsame Ergebnisse errungen hat. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, daß die verschiedenen psychologischen Auffassungen und Einsichten sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern einander gut ergänzen und kompatibel sind.

Aufgrund dieser Überlegungen habe ich eine Initiative ins Leben gerufen (Munzert 1988, 1991, 1993a), die eine gleichzeitige Berücksichtigung und gegenseitige Ergänzung der wesentlichen Strömungen der Psychologie anstrebt: Grand Unification Perspective of Psychology (GUPers). Dies schließt auch die Suche nach verbindenden Gemeinsamkeiten zwischen den Ansätzen ein: gemeinsames Menschenbild, inhaltliche Übereinstimmungen, psychische Basismechanismen, allgemeine Charakteristiken und übergeordnete Prinzipien psychischen Geschehens. Das wichtigste Ziel dieses Projekts besteht darin, die Grundlagen für eine Verbindung der Hauptströmungen der Psychologie und ihrer wesentlichen Aussagen über den Menschen zu schaffen und dadurch zu einer Erneuerung der Psychologie beizutragen.

Letztlich sollen diese integrativen Anstrengungen zu einer einheitlichen Konzeption führen, die für Verständnis, Beschreibung und Erklärung aller psychischen Phänomene eine geeignete Grundlage bereitstellt. Auf lange Sicht könnte auf der Basis der GUPers - durch Vertreter der verschiedenen Richtungen gemeinsam vorangetrieben - eine vereinigte Psychologie mit einem umfassenden Menschenbild entstehen. Mein Vorschlag zur Bezeichnung eines solchen übergreifenden theoretischen Systems lautet: "The Grand Unification Theory of Psychology" (GUTPsych). Die GUTPsych sollte über alle Hauptansätze hinweg (approximativ) ein Gesamtbild der Psychologie ergeben. Selbstverständlich ist auf diesem Kurs Geduld angebracht. Die Grundgedanken und das Ziel dieser Initiative werden in der Abbildung schematisch dargestellt.

Figure 1: Grand Unification Perspective of Psychology
muss noch eingescannt werden

Unifikationspostulate und Integrationsleitlinien

Bei meinen frühen Integrationsbemühungen ging ich zunächst von intuitiven Annahmen über das geeignete Vorgehen aus. Später formulierte ich Unifikationspostulate und Integrationsleitlinien und orientierte mich ausdrücklich an diesen. Hier seien einige Postulate und Leitlinien der GUPers aufgeführt.

Ganzheits-Postulat: Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen bzw. ein komplexes integriertes System. Er kann nur im Rahmen einer holistischen Sichtweise adäquat und umfassend verstanden werden. Ein ganzheitliches Verständnis des Menschen durch die moderne Psychologie ist erforderlich und möglich.

Kompatibilitäts-Postulat: Eine sinnvolle Verbindung von Erkenntnissen der Hauptströmungen der Psychologie ist möglich; die einzelnen Ansätze sind kompatibel.

Mit den obigen Postulaten korrespondieren Integrationsleitlinien. Die Äquivalenz-Leitlinie sei vorgestellt: Alle Hauptströmungen können einen Beitrag für ein umfassendes Menschenbild sowie die Weiterentwicklung und Vereinheitlichung der Psychologie leisten. Sie werden - in ihrer Verschiedenheit - als gleichberechtigt und (annähernd) gleichwertig betrachtet. Ihre wesentlichen Erkenntnisse sollen berücksichtigt werden! Diese Richtlinie lehnt eine "Entweder-oder-Haltung" ab und favorisiert eine "Sowohl-als-auch-Betrachtung".

Vorteile einer vereinigten Psychologie

Als Vorteile einer einheitlichen Psychologie sehe ich folgende Punkte: Defizite und Schwächen eines Ansatzes können jeweils durch Stärken eines anderen ausgeglichen werden. Es entsteht eine erhöhte Beschreibungs- und Erklärungskraft. Eine umfassendere Perspektive ermöglicht eine erweiterte und ganzheitliche Sichtweise der menschlichen Natur. Außerdem ergeben sich verbesserte Anwendungs- und Forschungsmöglichkeiten. Die Kompetenz zu vernetztem Denken und Handeln wird bei entsprechend ausgebildeten Psychologen gesteigert. Überdies wäre eine einheitliche Psychologie ein starker und attraktiver Partner für andere Wissenschaften. Schließlich scheint auch eine elegantere wissenschaftliche Konzeption und eine neue Identität für Psychologen möglich.

Bisher erfolgte Schritte der Vereinheitlichung

Auf dem Weg zur Vereinheitlichung der Psychologie wurden bisher folgende Schritte unternommen: Darstellung der Beziehungen zwischen Kognitiver Psychologie und Handlungspsychologie und Verbindung der Menschenbilder dieser Ansätze. Unterschiede, Ähnlichkeiten und Ergänzungsmöglichkeiten wesentlicher Positionen wurden herausgearbeitet und am Beispiel des Schachs und des Sports aufgezeigt (Munzert 1984, 1993a,b). Erstellung und Diskussion von Vorgehensweisen zur Vereinigung der Hauptströmungen; Auswahl einer erfolgversprechenden Realisierungsmöglichkeit. Ein gemeinsames Menschenbild für alle Hauptströmungen der Psychologie wurde vorgeschlagen. Des weiteren erfolgte die Entwicklung und vorläufige Auswahl von Konzeptfamilien als Komponenten einer umfassenden Psychologie. Schließlich wurden Basismechanismen sowie zwölf Prinzipien bzw. allgemeine Charakteristiken psychischen Geschehens dargestellt.

Hinzu kommen noch zwei vom Verfasser angeregte und betreute Diplomarbeiten: Schmidt (1985) untersucht Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Hauptströmungen sowie Integrierungsmöglichkeiten; Schulte-Mattler (1993) befaßt sich aus der Sicht der GUPers mit Aggression im Sport.

Auch in einem Anwendungsfeld - meiner Praxis für Sportpsychologie, Handlungs- und Innovationsberatung in Erlangen - verwende ich einen integrierten Ansatz. Die von mir entwickelte Handlungsberatung vereint auf kognitiv-handlungspsychologischer Basis Elemente und Verfahren aller Hauptströmungen. - Auf einige dieser Entwicklungen möchte ich nun eingehen.

Die Verbindung von Kognitiver Psychologie und Handlungspsychologie als Basis für eine Integration der Psychologie

Meines Erachtens spricht viel für eine Verknüpfung von Kognitiver Psychologie und Handlungspsychologie. Angesichts vielfältiger Beziehungen sowie zahlreicher Übereinstimmungen zwischen beiden Ansätzen bei der Erforschung und Beschreibung von Kognitionen und Aktivitäten erachte ich es als sinnvoll, beide Positionen als eine Hauptströmung der Psychologie zu betrachten und für sie ein gemeinsames Menschenbild (siehe unten) zu konzipieren (Munzert 1996). Die beiden Ansätze verbindet viel mehr, als sie trennt; sie ähneln sich mehr, als sie sich unterscheiden; sie ergänzen sich vortrefflich. Man könnte sogar sagen, daß sie für eine adäquate Beschreibung und Erklärung psychischer Vorgänge - auch im Sport - geradezu aufeinander angewiesen sind. Beispielsweise arbeiten das kognitive System und das Handlungssystem zusammen und durchdringen einander. Ein großer Teil menschlicher Informationsverarbeitung bzw. Kognition ist handlungsorientiert. Oft findet eine kombinierte Informationsverarbeitung und Handlungsausführung statt (eingehend dargestellt in Munzert 1997).

Deshalb plädiere ich dafür, Kognitive Psychologie und Handlungspsychologie - statt getrennt - als gemeinsame Strömung zu verstehen und als Kognitive und Handlungspsychologie zu bezeichnen.

Ein gemeinsames Menschenbild für Kognitive Psychologie und Handlungspsychologie

Ein wichtiger Schritt war die Erstellung eines gemeinsamen Menschenbildes für Kognitive Psychologie und Handlungspsychologie. Aus der Verbindung der Menschenbilder dieser Ansätze kann meines Erachtens eine zutreffende, nahezu umfassende (und in aktueller psychologischer Terminologie beschreibbare) Vorstellung vom menschlichen Wesen entstehen. Deshalb möchte ich ein psychologisches Menschenbild vorschlagen, welches den Menschen primär als Integriertes Informationsverarbeitungs- und Handlungssystem (II&HS) betrachtet.

Die flexible Basis-Einheit zur Integration verschiedener Menschenbilder

Es gibt Dutzende, ja Hunderte von Aussagen der Psychologie über den Menschen. Betrachtet man die Vielzahl von Kernannahmen, so stellt sich die Frage, ob man die relevanten Aspekte überhaupt zu einer angemessenen und dennoch übersichtlichen Vorstellung vom Menschen verbinden kann. Ich sehe die folgende Möglichkeit: Mit Hilfe der obigen Konzeption ist man in der Lage, wesentliche Aspekte anderer Menschenbilder integrativ aufzunehmen. Auf der Grundlage dieser flexibel ergänzbaren Basis-Einheit sind mehrere Erweiterungen möglich, beispielsweise:
Der Mensch als
o lernendes und sich entwickelndes II&HS
o lustsuchendes und unlustvermeidendes II&HS
o motiv- und emotionsaktiviertes II&HS
o intelligentes, kreativ-intuitives II&HS
o zeitweise/teilweise irrationales und ambivalentes II&HS
o Normen berücksichtigendes II&HS
o kontextsensitives, aktiv-adaptives II&HS
o sich selbst organisierendes, dynamisches II&HS
o "chaotisches" (non-lineares) II&HS

Vorschlag für ein erstes einheitliches Menschenbild der Psychologie

Zudem kann die Basis-Einheit als Grundlage für ein erstes gemeinsames Menschenbild der Hauptströmungen dienen. Ich möchte deshalb ein einheitliches, übergreifendes und dennoch übersichtliches Menschenbild der Psychologie zur Diskussion stellen: Der Mensch als lernendes, kreatives, Befriedigung anstrebendes, ganzheitliches Informationsverarbeitungs- und Handlungssystem. - Diese Sichtweise erscheint mir auch für sportpsychologische Belange geeignet.

Man kann also, wenn man eine zusammenfassende und möglichst umfassende Darstellung anstrebt, auf diese - immerhin in weniger als einem Dutzend Wörtern beschreibbare - Konzeption des Menschen zurückzugreifen. Dies dürfte bislang der beste Weg sein zwischen der verwirrenden Vielfalt der Menschenbilder und Kernaussagen einerseits und der einäugigen Auswahl eines reduzierten Menschenbildes andererseits.

Anwendung eines kognitiv-handlungspsychologischen Frameworks

Ich versuche eine Vereinheitlichung der Psychologie auf kognitiv-handlungspsychologischer Basis und schöpfe gleichzeitig aus dem Erkenntnis- und Konzeptreservoir von Psychoanalyse, Humanistischer Psychologie und Behaviorismus. Viele Phänomene können in kognitiv-handlungspsychologischer Sichtweise am besten verstanden und beschrieben werden. Ich halte die Kognitive und Handlungspsychologie aus folgenden Gründen als Integrationsgrundlage für ausgezeichnet geeignet: Sie ist differenziert und flexibel genug, um sowohl innere Strukturen und Prozesse als auch äußere Bedingungen menschlichen Erlebens, Verhaltens und Handelns integrativ zu erfassen. Zentrale Konzepte dieses Ansatzes wie Handlung, Informationsverarbeitung oder Kognition erweisen sich in besonderem Maße als tauglich, essentielle Einsichten und Elemente aus anderen Richtungen aufzunehmen sowie Gleichartiges oder Ähnliches unter einem (neuen) Gesichtspunkt zu vereinen. Zudem besitzt diese Strömung, innerhalb der Psychologie, am meisten Anknüpfungspunkte zu Kognitiver Wissenschaft, Neurowissenschaften, Computerwissenschaft und Konnektionismus. Auch psychische Basismechanismen und Routinen (das "psychische Betriebssystem" des Menschen) lassen sich am besten mit Konzepten des kognitiv-handlungspsychologischen Ansatzes beschreiben und verstehen. - Jüngste Entwicklungen der Grand Unification Perspective of Psychology seien nun vorgestellt.

Grundlegende Informationsverarbeitungs- und Aktivitätsmechanismen - Das psychische Betriebssystem des Menschen

In der GUPers werden Basismechanismen und Routinen menschlicher Informationsverarbeitung und mentaler Aktivität analysiert, die vermutlich bei allen psychischen Vorgängen eine Rolle spielen. Es geht hier um grundlegende Informationsverarbeitungs- und Aktivitätsmechanismen, allgemeine psychische Prozeßcharakteristiken sowie fundamentale Systemeigenschaften und Ressourcen des Menschen. Jene Grundmechanismen schaffen erst die Voraussetzungen für die vielfältigen psychischen Funktionen wie Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Anwendung von Informationen sowie für ein ganzheitliches psychisches Systemgeschehen. Sie stellen gewissermaßen Konstanten des psychischen Systems dar, die unabhängig davon formuliert werden können, von welcher Position aus man sie betrachtet. Auf der Basis dieser Mechanismen entstehen auf einer neuen Funktions- bzw. Beschreibungsebene höhere psychische Fähigkeiten/Leistungen wie Kognition, Lernen, Gedächtnis und Sprache.

Das psychische Betriebssystem beinhaltet und organisiert die Basismechanismen, es sorgt für die elementare, interne (teilweise unbewußte) Steuerung, regelt fundamentale Systemabläufe und ermöglicht die vielfältigen psychischen Aktivitäten und Zustände.

Integrierte parallel-sequentielle-interaktive Verarbeitung (IPSI-Processing)

Das gemeinsame Zusammenwirken paralleler, sequentieller, aufwärts- und abwärtsgerichteter sowie (zwischen verschiedenen Ebenen) interaktiver Verarbeitung wird aufgezeigt. Auch in Hinblick auf sportliche Aktivitäten wird immer deutlicher, daß Menschen massiv parallel-arbeitende Systeme mit interaktiver Verarbeitung sind (in denen z. B. kognitive und motorische, sprachliche und nicht-sprachliche, bewußte und unbewußte Vorgänge gleichzeitig ablaufen).

Aus der Verbindung von sequentieller, paralleler, aufwärts- und abwärtsgerichteter sowie interaktiver Verarbeitung entsteht die erstmals von mir beschriebene Integrierte parallel-sequentielle-interaktive Verarbeitung (IPSI-Processing). Ich habe keine Zweifel, daß im Kopf eines Menschen alles tatsächlich "integrativ-parallel-sequentiell-interaktiv" zusammenspielt; hier herrscht multiple Verknüpfung und Verarbeitung.

Emotionen, Motive sowie äußere Einflüsse können auf die Basismechanismen fördernd oder störend einwirken. Emotionale und motivationale Zustände wiederum beruhen - zumindest teilweise - auf den diskutierten Mechanismen und entsprechenden Basisprozessen.

Die Basismechanismen werden von unseren Hirnen realisiert, sie sind in der hier dargestellten (psychologischen) Form letztlich Abstraktionen aus dem verknüpften Geschehen von Milliarden Gehirnzellen. Vermutlich werden weitere Fortschritte der Neurowissenschaften auch die anatomisch-physiologischen Bedingungen und Substrate der postulierten Mechanismen aufzeigen.

Zwölf Prinzipien psychischen Geschehens

Aus den Erkenntnissen der Psychologie, der Gehirn-, Chaos- und Komplexitätsforschung sowie der modernen Physik habe ich schließlich Prinzipien und Charakteristiken psychischen Geschehens abgeleitet. Mit Hilfe dieser Prinzipien sollen psychische Vorgänge allgemein charakterisiert und besser verstanden werden. Sie beziehen sich auf Regelmäßigkeiten, die den psychischen Phänomenen - wie sie in den vier Hauptströmungen behandelt werden - gemeinsam sind, beispielsweise Selbstorganisation, Dynamik, Struktur- und Prozeßverschmelzung (Munzert 1997). Statt von Prinzipien könnte man auch von ubiquitären Mustern psychischen Geschehens sprechen. Diese hängen mehr oder weniger zusammen; ich will sie in Form von zwölf Prinzipien festhalten:

1. Das Prinzip der zugrundeliegenden Einheit und gemeinsamen Basis psychischer Phänomene
2. Das Prinzip der Komplexität und Emergenz psychischen Geschehens
3. Prinzip: Interaktivität und Dynamik psychischer Prozesse
4. Prinzip: Selbstorganisation und Entwicklung
5. Prinzip: Vielfalt, Variabilität und Polarität psychischer Zustände
6. Prinzip: Überlagerung und fließende Übergänge psychischer Prozesse
7. Prinzip: Unschärfe, Prozeß- und Strukturverschmelzung
8. Prinzip: Verbrauch psychischer Energie
9. Prinzip: Multiple Aktivierung und Transformation psychischer Vorgänge
10. Prinzip: Adaptivität, Kontextsensitivität und partielle Kontextabhängigkeit psychischer Aktivität
11. Prinzip: Subjektivität und psychische Relativität
12. Prinzip: Psychische Unbestimmtheit

Auf merkwürdige Weise scheinen diese Prinzipien für psychische Prozesse gleichermaßen grundlegend und übergeordnet zu sein. Vielleicht ist es am besten, sie als Invarianten im ordentlichen Chaos psychischen Geschehens zu verstehen. Aus Raumgründen können diese charakterisierenden Regelmäßigkeiten hier nicht erörtert werden (siehe Munzert 1997).

Wesentliche Aspekte der vorgestellten Prinzipien lassen sich immerhin in einer zusammenfassenden Beschreibung festhalten: Psychisches Geschehen beruht auf einer unteilbaren, facettenreichen Einheit, dem Menschen. Es ist ganzheitlich, komplex, dynamisch, interaktiv, selbstorganisierend, vielfältig, wechselhaft, kontextsensitiv, adaptiv, subjektiv-relativ und schwer vorhersagbar.

Neben den zwölf genannten Prinzipien postuliere ich ein übergeordnetes Prinzip der Ganzheitlichkeit und multiplen Verknüpfung psychischen Geschehens: Psychische Vorgänge stellen ein ganzheitliches Geschehen dar. Es besteht ein vielfältiges Ineinandergreifen der Komponenten des psychischen Systems (multiple Verknüpfung, Aktivierung und Verarbeitung). Einzelne Komponenten, Mechanismen oder Subsysteme lassen sich nur in analytischer Abstraktion isoliert betrachten; faktisch sind sie eng verwoben und ergeben ein mehr oder weniger kohärentes Ganzes. Man kann dies am besten am Gehirn erkennen. Alles ist in ein zusammenhängendes System eingebettet - oder anders formuliert: Die vielfältigen Verbindungen und Zusammenhänge ergeben eine komplexe, funktionale Einheit, ein Integriertes Psychisches System (IPS). Die Beziehungen zwischen den Subsystemen festigen die Einheit. Das Ganze emergiert - anders betrachtet - aus den Komponenten. Als kurze Zusammenfassung dieses übergeordneten Prinzips bieten sich die folgenden Worte Heraklits (um 500 v. Chr./1989, S. 9) an: "...aus Allem Eins und aus Einem Alles".

Vorläufige Auswahl von Basiskomponenten für eine vereinheitlichte Psychologie

Es wäre vermessen, wollte ein einzelner Autor die Grundkonzepte einer vereinigten Psychologie festlegen. Darum möchte ich betonen, daß es sich hierbei um eine vorläufige Auswahl handelt, die selbstverständlich in Dialog und Kritik mit anderen Psychologen bzw. Wissenschaftlern weiterentwickelt werden muß. In die folgende Auswahl werden Inhalte und Konzepte einbezogen, deren Berücksichtigung dem Verfasser einstweilen notwendig und sinnvoll erscheint.

Konzeptfamilien

o Selbstverantwortlichkeit und Entscheidungsfreiheit des Menschen
o Bewußte Steuerungsfähigkeit
o Orientierung des Individuums an Normen und Werten

o Bewußtsein
o Erleben von Vorgängen und Zuständen: Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, Motive, Körpersignale und Bewegungen
o Fähigkeit zur Selbstbeobachtung und partielle Kenntnis des eigenen Zustands

o Handeln
o Aktive Veränderung der Verhältnisse und des eigenen Zustands
o Absichtliche, geplante, kognitionsgesteuerte und zielgerichtete Aktivitäten
o Rationalität (vernünftig überlegend, planend und handelnd)
o Intuitives Handeln

o Aktivierung und Beeinflussung durch Bedürfnisse und Gefühle
o Streben nach Bedürfnisbefriedigung und Lust, Unlustvermeidung

o Aktivierung und Steuerung durch (bewußte) kognitive Prozesse
o Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Anwendung von Informationen
o Relevanz von Kognitionen und Wissen, Einstellungen und Interessen
o Subjektive Interpretation der Lage

o Aktivierung und Beeinflussung durch unbewußte Prozesse/Motive
o Eingeschränkte Selbststeuerung
o Irrationales und zwanghaftes Verhalten (trieb- und affektgesteuert)

o Aktivierung und Beeinflussung durch äußere Reize und Verhaltenskonsequenzen
o Anpassung/Einstellung an Umwelt & Mitmenschen (Reaktivität des Verhaltens)

o Relevanz genetischer und konstitutioneller Faktoren
o Wechselwirkung interner & externer Einflüsse bei Entwicklung/Veränderung der Person

o Lernprozesse
o Lernen (Aneignung und Verwertung von Informationen bzw. Erfahrungen)
o Einfluß der Vergangenheit des Individuums (Lern- bzw. Verstärkungsgeschichte)
o Automatisierte und routinisierte Verhaltensweisen sowie Gewohnheiten

o Realisierung des eigenen Potentials und Streben nach Selbstverwirklichung
o Aktive Gestaltung des Lebens
o Entfaltung und Vervollkommnung innerer Potentiale

o Wesentliche Systemeigenschaften und -kapazitäten
o Lernfähigkeit, Intelligenz, Kreativität, Sprache, Intuition, Handlungskompetenz
o Wissen des Menschen über seine Eigenschaften und Fähigkeiten sowie die Welt (Selbst- und Realitätskonzept)

o Interaktion von Person und Situation
o Wechselwirkung von inneren Prozessen, Zuständen, Kapazitäten und äußeren Gegebenheiten

Die hier ausgewählten Komponenten widersprechen sich nicht und ergänzen sich gegenseitig.

Das "magische" Viereck

Zu den Kernstücken der Grand Unification Theory of Psychology zählt schließlich auch ein "magisches Viereck", welches die zentrale Bedeutung von Information, Kognition, Energie und Handlung (Aktivität) und deren Verwobenheit und gegenseitige Umwandlung hervorhebt.

[hier muss noch die 2. Abbildung eingescannt werden]


Magisches Viereck der GUTPsych
(vernetzt und ineinander überführbar)


Information > < Energie


^


Kognition > < Handlung


Figure 2: The magic square of the Grand Unification Theory of Psychology

Weitere positive Entwicklungen

Mittlerweile besteht Anlaß zu Optimismus. Neben den aufgezeigten Schritten auf dem Weg zur Vereinheitlichung der Psychologie haben sich einige weitere ermutigende Ereignisse eingestellt: So stand der 8. Weltkongreß der Sportpsychologie in Lissabon 1993 unter dem Motto "Sport Psychology: An Integrated Approach". Nachdem ich meine Vereinheitlichungsbestrebungen viele Jahre fast allein vertrat, gibt es inzwischen eine gewichtige Stimme, die sich ebenfalls für eine Integration verschiedener Strömungen der Sportpsychologie ausspricht: Singer (1994). Außerdem nimmt bei manchen Wissenschaftlern die Neigung, andere Ansätze als den von ihnen selbst vertretenen abzulehnen, erfreulicherweise ab. Schließlich noch eine für mich persönlich angenehme Entwicklung: Mußte ich mich früher fast dafür entschuldigen, solch ein "größenwahnsinniges" Vorhaben wie die Vereinheitlichung der Psychologie zu verfolgen, so ist die Integration inzwischen eine eher akzeptierte Zielsetzung.

Ausblick

Wie ein starkes Individuum am Gelingen seines Lebens und der Ausschöpfung des eigenen Potentials interessiert ist, sollte auch die Psychologie an der Verwirklichung all ihrer Möglichkeiten arbeiten. Es ist wohl nicht nur ein Traum, daß die Vereinheitlichung der Psychologie - auch im Bereich der Sportpsychologie - am Beginn des nächsten Jahrtausends realisiert wird.

Physik-Nobelpreisträger Binnig erklärt im Hinblick auf die Komplexität vieler Phänomene nicht nur der Physik (1997, S. 70): "Zum Ende unseres Jahrhunderts zeichnet sich eine neue Tendenz ab: Was voneinander isoliert wurde, findet wieder zusammen. Das wird die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein."

Literatur

Binnig, G.: Die Zukunft der Physik. Bild der Wissenschaft, 3, 1997, 70-72.
Heraklit: Fragmente. Snell, B. (Hrsg.). München 1989.
Munzert, R.: Psychologische Erklärungen der Motivation zum Schachspiel. Schach Magazin 64, 2-4, 1984, 33-34, 66-68, 104-105.
Munzert, R.: The Grand Unification Theory - Nur ein Traum für Physiker? Diskussionspapier, vorgelegt am handlungspsychologischen Symposium in Gerolstein, 1988.
Munzert, R.: Plädoyer für eine integrierte Sportpsychologie. In Singer, R. (Hrsg.): Sportpsychologische Forschungsmethodik. Köln 1991, 360-361.
Munzert, R.. Grand Unification Perspective of Psychology - Outlined on Sports Psychology. In Nitsch, J.R. & Seiler, R. (Hrsg.): Movement and Sport ( Vol. 1), Sankt Augustin 1993a, 345-350.
Munzert, R.: Schachpsychologie. 3. Aufl., Hollfeld 1993b.
Munzert, R.: Kognitive und Handlungspsychologie als Basis für eine Vereinheitlichung der (Sport)Psychologie. In Nitsch, J.R. & Allmer, H. (Hrsg.): Handeln im Sport. Köln 1996, 102-111.
Munzert, R.: Die Einheit der Psychologie und des Menschen. The Grand Unification Perspective of Psychology. Manuskript 1997.
Schmidt, S.: Menschenbilder der Psychologie: Unterschiede, Ähnlichkeiten, Integrationsmöglichkeiten. Diplomarbeit, Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Psychologie, 1985.
Schulte-Mattler, U.: Die Grand Unification Perspective of Psychology und ihre Betrachtung motivationaler Aspekte im Sport unter besonderer Berücksichtigung der Aggression. Diplomarbeit, Deutsche Sporthochschule Köln 1993.
Singer, R. N.: Sport Psychology: An Integrated Approach. In Serpa S. et al. (Hrsg.): International Perspectives on Sport and Exercise Psychology. Morgantown 1994, 1-20.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.2014 00:08 von Dr. Munzert.
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